Fortbildung

EBR: Emotional-Bindungsorientiertes Reframen

 

Methode
zur ressourcen-orientierten Bearbeitung von pränatalen Themen

Wer mit Schwangeren oder nicht-schwangeren, pränatal belasteten Menschen arbeitet, kann schnell vor dem Problem stehen, mit akutem Trauma-Material konstruktiv umgehen zu müssen. Hierbei hilft praktisches Handwerkszeug, mit dem man in kurzer Zeit und auf liebevolle Weise für Erleichterung sorgen kann. Die EBR-Methode  ist aus der praktischen Arbeit mit pränatalen Belastungen entstanden und daher bestens auf diese Arbeit abgestimmt.

EBR ist ein anwendungsorientiertes Baukastensystem, welches Orientierung im Umgang mit prä- und perinatalen Belastungen bietet. Es setzt sich aus verschiedenen Themenmodulen zusammen, anhand derer klar strukturierte Lösungswege abgeleitet werden können.
EBR ist eine optimale Ergänzung zur Bindungsanalyse (vorgeburtliche Bindungsförderung nach Hidas & Raffai).

Struktur des EBR

Der EBR-Ansatz besteht aus acht Bausteinen mit jeweils unterschiedlicher Zielsetzung und Funktion.
Die Bausteine werden nach Bedarf eingesetzt, um

  • prä- und perinatalen Erfahrungen auf die Spur zu kommen (Ziel: Ursachenforschung bei unklarem Belastungsempfinden)
  • spürbar zu machen, wie sich eine liebevolle pränatale Umgebung anfühlt (Ziel: Förderung der pränatalen Empathie bei werdenden Eltern)
  • das ICH von pränatalen Introjekten zu befreien (Ziel z.B.: ICH-Orientierung und -Stärkung)
    einen anderen Blick auf den elterlichen/großelterlichen pränatalen Einfluss zu gewinnen (Ziel z.B.: Klärung familiärer Verstrickungen)
  • das vorgeburtliche Erleben aus einer neuen Warte zu sehen (Ziel z.B.: Neubewertung alter Muster, Erreichung von „Wahlfreiheit“ zwischen altem und neuem Muster)

Was ist hilfreich an EBR?

  • Die Zeit der Schwangerschaft ist begrenzt: mit EBR können schnell positive Veränderungen herbeigeführt werden.
  • Der Fokus richtet sich nicht auf die Belastung, sondern auf die Ressourcen. Die Arbeit kann daher mit Neugier und Freude geschehen.
  • Die Vorgehensweise ist ressourcen-orientiert und trauma-sensibel ausgerichtet. Eine Re-Traumatisierung wird so vermieden.
  • Die Interventionsmaßnahmen orientieren sich an den Erkenntnissen der Bindungstheorie und haben somit eine gute wissenschaftliche Fundierung.
  • EBR hat sich für die Arbeit im pränatalen Raum bewährt.

Das sagen ehemalige TeilnehmerInnen der Fortbildung über den EBR-Kurs:

  • „Ich habe etwas Praktisches an die Hand bekommen, mit dem ich sofort arbeiten kann.“
  • „Für mich ist EBR wie ein Schlüsselbund. Jeder Schlüssel hilft mir an einer anderen Stelle weiter, wenn der Prozess hakt.“
  • „Das tolle an EBR ist seine klare Struktur. Diese Struktur gibt mir Halt und Orientierung, weil ich daraus ableiten kann, wo bei der Klientin der Schuh drückt und wie ich mit ihr weiterarbeiten kann. Das empfinde ich als superhilfreich.“

EBR könnte auch Ihre Arbeit erleichtern?

 


Inhalte der Fortbildung


Die EBR-Ausbildung umfasst drei Teile, die aufeinander aufbauen.
Die Reihenfolge ist bindend und nicht veränderbar.
Teil 1 ist Voraussetzung für die Teile 2 und 3, kann jedoch auch alleine gebucht werden.

Inhalte Teil 1:

In diesem Kursteil geht es um die Einführung in die Arbeit mit EBR
Zugang zum pränatalen Raum
– Entstehung und theoretische Einordnung des EBR-Ansatzes
– Wie führe und begleite ich den Weg in den pränatalen Raum?
– Wie unterstütze ich bei der Evaluation der pränatalen Befindlichkeit?
– Wie kann ich bei Schwangeren die vorgeburtliche Feinfühligkeit fördern?
– Welche Ressourcentechniken sind hilfreich?
– Qualitätssicherung der Arbeit
– Praktisches Üben des Gelernten

Inhalte Teil 2:

In diesem Kursteil geht es um den transgenerationalen Einfluss
Spuren vorangehender Generationen
– Die Bedeutung transgenerationaler Erfahrungen in Deutschland
– Wie erhalte ich Zugang zu den Spuren vorausgegangener Generationen?
– Welche Möglichkeiten habe ich, diese transgenerationalen Spuren zu bearbeiten?
– Wie lässt sich das vorgeburtliche ICH von transgenerationalen Introjekten trennen?
– Praktisches Üben des Gelernten

Inhalte Teil 3:

In diesem Kursteil geht es um die körperlichen „Narben“
Körperliche Spuren aus der Pränatalzeit
– Warum können pränatale Erfahrungen körperliche Spuren hinterlassen?
– Wie kann ich einen Zusammenhang zwischen körperlichen Beschwerden und Erfahrungen aus der Pränatalzeit erkennen?
– Wie kann ich die Bedeutung des körperlichen Symptoms evaluieren und reframen?
– Praktisches Üben des Gelernten

Veranstaltungsort: Wird bekanntgegeben
Kosten: 370 € / Wochenende
Max. 10 TeilnehmerInnen

Kurszeiten (wenn nichts anderes angegeben):
Freitag 15:00 bis 18:30
Samstag 9:30 bis 18:30
Sonntag 9:30 bis 16:00


EBR-Ergänzungsseminare


„Interaktive Embryologie“

Die vorgeburtliche Zeit ist eine bedeutende Entwicklungsphase.
Erfahrungen während dieser Zeit beeinflussen die körperliche Entwicklung und in der Folge später auch die psychischen Funktionen. Die vorgeburtliche Entwicklung des Menschen wird üblicherweise ausschließlich aus einer biologischen Sicht betrachtet. Dieses Seminar lädt zu einer Reise in die vorgeburtliche Zeit ein. Die biologischen Vorgänge bilden den Ausgangspunkt für einen neuen, sozialen Blickwinkel der frühen Beziehungs-Entwicklung.

Die Fortbildung „Interaktive Embryologie“ kann unabhängig von der EBR-Ausbildung besucht werden. Mit ihr erhalten Sie einen tiefen Einblick in unsere früheste Entwicklungszeit.

Teil 1: „Von der Keimbahn bis zur Keimscheibe“

Im diesem Workshop führe ich in die biologischen Grundlagen der vorgeburtlichen Kommunikations-Entwicklung ein.
Die vorgeburtlichen Bemühungen des Ungeborenen zur Kontaktgestaltung mit der Mutter sind sowohl faszinierend als auch therapeutisch interessant, vor allem im Hinblick darauf, welche sozialen Erfahrungen das Ungeborene während seiner Schwangerschaft machen kann.
Anhand von angeleiteten Selbstexplorations-Übungen zu ausgesuchten Entwicklungsstationen können die TeilnehmerInnen eigene Eindrücke zu frühen vorgeburtlichen Interaktionserfahrungen sammeln.

Teil 2: „Von der Keimscheibe bis Ende Organentwicklung“

In diesem Seminar liegt der Fokus auf den Entwicklungszeitfenstern von Körperteilen und Organen (die sensiblen Phasen der Entwicklung) und auf den mit ihrer Entfaltung verbundenen Erfahrungspotenzialen (Handlungs- oder Funktionspotenzial eines Organs/Körperteils).

Ich werde ausgewählte Körperteile und Organe vorstellen und aufzeigen:
– in welches Zeitfenster ihre Entwicklung fällt,
– welches physiologische und psychische Potenzial mit ihnen verknüpft ist und
– und welche Bedeutung Störungen während ihrer Entwicklungszeit haben können.

Die Teilnahme an Embryologie 2 setzt die Teilnahme an Embryologie 1 voraus, da die Inhalte aufeinander aufbauen.

Veranstaltungsort: Wird bekanntgegeben
Kosten: 370 € / Wochenende
Max. 10 TeilnehmerInnen


 „Zwillinge“

Folgende Fragen werde ich im Seminar beantworten:
– Wie häufig sind Zwillingsschwangerschaften?
– Wie häufig sind Zwillingsverluste?
– Was können Hinweise darauf sein, einen Zwilling gehabt zu haben?
– Welche Bedeutung kann ein Zwillingsverlust für das eigene Leben haben?
– Wie kann es sich anfühlen, sein Zwillingsgeschwister zu verlieren/verloren zu haben?
– Wie können wir mittels EBR herausfinden, ob ein Zwillingsverlust vorliegt?
– Wie können wir mittels EBR bei einem Zwillingsverlust „erste Hilfe“ leisten?

Veranstaltungsort: Wird bekanntgegeben
Kosten: 370 €
Max. 10 TeilnehmerInnen


Theorie & Praxis

Alle meine Fortbildungen enthalten, neben der Vermittlung der theoretischen Hintergründe und der methodischen Vorgehensweisen, zugleich auch Gelegenheiten zum Sammeln von praktischer Erfahrung z.B. im Rahmen von Demonstrationen, Selbsterfahrungs- und Anwendungsübungen.

Die Fortbildungen richten sich an alle Hebammen, Bindungsanalytiker und Psychotherapeuten, die für ihre begleitende Arbeit von schwangeren und nicht-schwangeren KlientInnen ein strukturierendes Handwerkszeug und embryologisches Hintergrundwissen suchen.

Sie sind sich nicht ganz sicher, ob der Kurs wirklich etwas für Sie ist?
Kein Problem, ich stehe Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Hier finden Sie meine Kontaktdaten.