Welt-Frühchen-Tag

 

Heute ist Welt-Frühchen-Tag

 

Rund um den Globus wird an diesem 17. November auf die Probleme und Risiken der Frühchen für ihre weitere Entwicklung aufmerksam gemacht. Bundesverband „Das frühgeborene Kind“

Doch nicht nur an die Allerkleinsten sollte gedacht werden, sondern auch an die Mütter und Väter, die das Trauma der frühen Geburt oft über Jahre in sich tragen und dennoch versuchen, gut zu funktionieren, um das Beste für ihr Kind oder ihre Kinder zu erreichen.

Nicht immer ist eine zu frühe Geburt ein plötzliches Ereignis.
Oft kündigt sie sich an, mit vorzeitigen Kontraktionen, einer Infektion oder einem sich langsam verkürzenden und sich öffnenden Muttermund.
Dann bleibt vielleicht noch etwas Zeit, das Baby noch ein wenig zum Bleiben zu überreden. Meist werden die Mütter hierzu stationär aufgenommen, um mit einer Tokolyse die vorzeitigen Wehen in den Griff zu bekommen, mit einer Antibiose die Infektion, und mit einer oder mehreren Lungenreifungsspritzen für eine forcierte Reifung von Babys Atmungssystem zu sorgen.

Doch trotz dieser bewährten Interventionen und aller anderen medizinischen Bemühungen, ließ sich die Zahl der Frühgeburten in den letzten Jahren nicht senken.

Spannenderweise scheinen Mütter, die während ihrer Schwangerschaft eine bindungsorientierte Begleitung hatten, ihr Baby nur sehr selten zu früh zur Welt bringen (z.B. Mutter-Kind-Bindungsanalyse).

Vielleicht wäre es an der Zeit, nicht ausschließlich auf die medizinischen Aspekte von Frühgeburtlichkeit zu fokusieren, sondern zu versuchen, Mama und Baby, als Gegengewicht zu all der Angst und all den Sorgen, schon vor der Geburt miteinander in eine liebevolle Verbindung zu bringen, die stabil ist und beide zusammenhalten lässt wie ein Team.

Eine solche Begleitung würde Müttern und Vätern guttun, denn sie könnten eine Kompetenz bei sich erkennen, derer sie sich zuvor vielleicht nicht so bewusst waren. Es stärkt die Seele, wenn man sie spüren lässt, dass sie selbst in der Not Gutes zu leisten vermag.
Auch für das kleine Baby im Bauch wäre es ein Gewinn, denn seine Umgebungsbedingungen wären dann nicht mehr vorrangig von Angst und Sorgen geprägt, sondern stärker vom Gefühl der Geborgenheit und der Liebe.

Und selbst wenn das Baby dann zu früh käme, bestünde schon ein stabiles emotionales Band zwischen Mama (Papa) und Baby, so dass nach der Geburt hieran angeknüpft werden kann.
Mutter (Vater) und Kind könnten gestärkt und mit liebevolleren Voraussetzungen in die schwierige Zeit starten, die dann vielleicht nicht mehr dieses Ausmaß an Leidenspotenzial in sich trägt wie bisher.

Mehr Infos zum Welt-Frühchentag beim Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V.

Mehr Infos zur Bindungsanalyse unter www.bindungsanalyse.de

Wenn Sie selbst betroffen sind und Unterstützung suchen, können Sie hier Hilfe finden.